Meine Jugendlichen ziehen Bilanz

Regelmässig befrage ich meine Jugendlichen, wie sie den Waldunterricht erleben. 

 

Bis jetzt gab es nur eine einzige Schulwoche, in der wir nicht im Wald waren. Eine Sturmwarnung hielt uns davon ab.
Einige der Schülerinnen und Schüler sind neu in die Klasse gekommen, andere sind schon länger dabei. 
Auch nach bald zwei Jahren Waldunterricht sind die Rückmeldungen der Jugendlichen ausnahmslos positiv. Und dies, obwohl es auch so manchen nassen und kalten Tag gab. Das freut mich. 

Ausschnitte aus Rückmeldungen von meinen Jugendlichen:

"In der Schule ist man manchmal arbeitslos, im Wald hat man immer einen Job."

 

"Der Unterricht im Wald ist viel cooler, weil man nicht nur im Klassenzimmer sitzt und Arbeitsblätter löst, sondern auch mal etwas anpackt."

"Also im Wald ist es offener. Man hat das Gefühl, überall hin zu können, man fühlt sich nicht eingeschlossen. Mir hat auch gefallen, wie viel Erfolg wir hatten."

"Im Wald ist es viel schöner als in der Schule. Weil in der Schule musst du sitzen und immer denken, und im Wald kannst du mega viel machen."

"Ich finde es toll, weil wir in der Natur sind. Was ich alles gelernt habe, kann ich schon gar nicht mehr aufzählen. Der Unterschied ist, dass wir viel mehr machen können als im normalen Klassenzimmer. Und jeder hilft jedem. Mir gefällt, dass wir zusammen arbeiten und dabei Spass haben."

"Ich habe gelernt, mit was man alles anfeuern kann. Ich habe auch gelernt, dass man manchmal sehr viel Geduld braucht. Wenn ich das Feuer mache, bin ich danach immer stolz." 

"Mir gefällt, dass wir immer etwas machen, dass man draussen ist und sich bewegen kann."

"Ich habe gelernt, dass Pilze riesig sind, dass sie ein unterirdisches Netzwerk haben und mit den Bäumen verbunden sind."

Waldunterricht | Rahel Schelb