Wozu Draussenunterricht? Ein kleiner Exkurs

Als Lehrkraft ist es eine meiner Hauptaufgaben, mich damit auseinander zu setzen, was Kinder und Jugendliche zum Lernen brauchen. Wie kann ich ihnen geeignete Lernorte bieten, damit für sie ein optimales Lernen und Arbeiten, aber auch eine gesunde Entwicklung ihrer Persönlichkeit möglich ist, damit sie ihr Potential entfalten können?

Waldschulzimmer | Rahel Schelb

Kompetenzorientierter Unterricht

Draussen sein tut uns allen gut. Und draussen lernen auch. Aber für mich war noch ein anderer Faktor wichtig: Ich stellte mir die Frage, was ein geeignetes Gefäss wäre als Ergänzung zum herkömmlichen Schulzimmerunterricht, um zukunftsorientiert zu unterrichten.

Ein Gefäss, das meine Schüler animiert, eigenständig zu denken und zu handeln, sich selbständig zu organisieren, Lösungen zu finden, quer zu denken, kreativ zu sein und aus gewohnten Denkmustern und Normen auszubrechen und auf neue Ideen zu kommen.

 

Ich glaube, Unterricht im Freien ist eine Möglichkeit dafür. Er ermöglicht und ergänzt Lernprozesse, die im Schulzimmer nur eingeschränkt möglich sind.

 

 

Die Natur als Lernort

Wir finden in der Natur eine vielfältige Umgebung, die das Lernen begünstigt. Draussenunterricht schafft Freiraum, um durch das Tun ins Lernen zu kommen. Er trägt dazu bei, die wichtigen Kompetenzen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Und die Lernwelt der Natur ist ideal, um bei den Kindern und Jugendlichen einen Samen zu säen. Und damit Voraussetzungen zu schaffen, um nachhaltig mit Ressourcen von Mensch, Gesellschaft und Natur umgehen zu können.

Aus diesem Ansatz heraus habe ich meinen Waldunterricht entwickelt: Als Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht. Weil es Bereiche des Lehrplan 21 gibt, die ich draussen besser umsetzen kann als im Schulzimmer.

 

Diese Form von Unterricht soll ein Beitrag sein, damit Kinder und Jugendliche ihr Potential entfalten können.