• Rahel

Das Feuer-Curry: als Rucksack- und Luxusvariante

Sommer, Feuer und der Duft von Curry in der Nase.


Kochen auf dem Feuer: Die Luxusvariante unseres Feuer-Currys.

Der Sommer ist da! Und zum Sommer gehört für uns das draussen Kochen. Am liebsten auf dem Feuer. Diese lauen Sommerabende, das Zirpen der Grillen, das kühle Lüftchen, wenn abends der Bergwind einsetzt und die Hitze des Tages auflöst, das Knistern des Feuers. Und wenn dann noch der Duft aus dem Topf in die Nase steigt... Unschlagbar.


Eines unserer häufigsten Menüs draussen ist das Feuer-Curry. Neben dem Onepot (siehe Blogeintrag https://www.freiraum-natur.ch/post/one-pot) ist dieses Curry ein weiteres unserer Lieblingsrezepte. Weil es so schnell geht, so einfach ist – und wir es alle vier sehr lecker finden. Und letzthin hat mich eine Kollegin mit Unverträglichkeiten erfreut darauf aufmerksam gemacht, dass unser Feuer-Curry auch vegan ist. Das war mir gar nicht bewusst - umso schöner, konnte sie ohne Einschränkungen mitessen.



Ich möchte euch hier zwei Varianten vorstellen, die bei uns oft auf den Tisch kommen.

Ob unterwegs irgendwo im Nirgendwo oder einfach im Garten: Auf dem Feuer gekocht scheint uns das Essen jeweils noch besser als vom Herd. Und da der Weg bis in unseren Garten nicht weit ist und somit keine Gewichts- und Platzprobleme entstehen, gibt es da jeweils die Luxusvariante des Feuer-Currys.




Die Luxusvariante


Für das Luxus-Feuer-Curry braucht ihr:


· Gemüse nach Wahl (zum Beispiel Zucchetti, Karotten, Süsskartoffeln, …)

· ein bis zwei Dosen Kichererbsen

· eine grosse Dose gehackte Tomaten

· 400ml Kokosmilch (alternativ Kokosmilchpulver und Wasser)

· Zwiebel und Knoblauch

· Ingwer, Menge nach Geschmack (wir kippen eine klein geschnippelte Daumenlänge rein)

· Currypaste (ca. 1TL, je nach Stärke der Paste und nach gernescharf)

· ½ TL Salz

· 2 TL Garam Masala

· 2 TL Ingwerpulver

· 1 TL getrockneter Koriander

· Zitronensaft

· Sojasauce

· 3 EL Öl



So wirds gemacht:


Im Oel Zwiebeln, Knoblauch, klein geschnittenen Ingwer und Currypaste andünsten.

Dann das Gemüse dazu und fünf Minuten bei offenem Deckel rührbraten.

Die Tomaten und die Kokosmilch zugeben und eine Weile köcheln lassen.

Am Schluss die Kichererbsen daruntermischen, einen Schuss Zitronensaft und Sojasauce dazugeben. Und fertig!





Die Rucksackvariante


Auch wenn wir unterwegs bloss die abgespeckte Version des Currys kochen, egal ob weit weg oder an der Feuerstelle im Wald nebenan: Wir mögen diese Variante genau so. Vielleicht ist das ein «Unterwegs-Phänomen», dass beim Kochen aus dem Rucksack auch ein einfaches Essen wie ein Sternemenü schmeckt.


Bei einer Wanderung und mit knurrendem Magen ist es wertvoll, wenn das Kochen nicht lange dauert. Und das tut es beim Feuer-Curry definitiv nicht. Die Zutaten wiegen ein bisschen etwas, dafür entschädigt der unbezahlbare Duft aus der Pfanne. Und ihr spart euch dabei das Wasser aus der Trinkflasche.


Zuhause bei der Luxusvariante nutzen wir gerne den gusseisernen Topf auf dem Feuer. Im Rucksack ist uns dieser aber viel zu schwer, da nehmen wir lieber den Pfaditopf oder eine andere Leichtpfanne. Unterwegs kochen wir auf dem Feuer oder auf dem Gaskocher.


Tipp: Falls ihr aufs Gewicht achten möchtet: Kokosmilch gibt es auch in Form von Pulver. Dieses wird einfach mit Wasser angemischt – und schon habt ihr Kokosmilch. Eine sehr praktische Alternative zum Dosen Schleppen.


A propos Dosen: Mit ein bisschen Vorbereitung zuhause könnt ihr auch bei den Verpackungen Platz und Gewicht sparen. Wenn ihr die Büchseninhalte in Tupperdosen oder Zipblocsäcke abfüllt, bleibt weniger Gewicht und Abfall für unterwegs. Und: Eine Tupperdose funktioniert grossartig auch gleich als Teller zum Essen. Anita, eine Freundin, nutzt auch den Zipblocsack als Teller (Achtung Hitze). Nochmals Platz im Rucksack gespart!



Kochen auf dem Feuer: Unser Feuer-Curry
Hier hat eine Workshopteilnehmerin spontan noch Bärlauch mit reingeschnippelt.


Für das Rucksack-Feuer-Curry braucht ihr:


· Topf

· Löffel

· Feuer (und evtl. Aufhängevorrichtung oder Pfannenknecht), alternativ Gaskocher


· Zwei Büchsen Kichererbsen (800g)

· Eine grosse Büchse gehackte Tomaten (800g)

· 400ml Kokosmilch (alternativ: 50g Kokosmilchpulver)

· ½ TL Salz

· 2 TL Garam Masala

· 2 TL Ingwerpulver

· 1 TL getrockneter Koriander

· 2 EL Öl



So wird’s gemacht:


Spült die Kichererbsen bereits zuhause in einem Sieb unter fließendem Wasser ab, lasst sie abtropfen und nehmt sie dann am besten in der Tupperdose oder einem Ziplock-Beutel mit.

Das Salz und die Kräuter packt ihr zusammen in ein kleines Glas oder ein Tupperdöschen.



Draussen ist das Curry dann innert 15 Minuten zubereitet:


Erhitzt das Öl in einem Topf auf mittlerer Flamme.

Gebt die Kichererbsen und die Salz-Kräuter-Mischung dazu und bratet das Ganze für 3 Minuten an. Dabei immer mal wieder durchrühren.

Jetzt die Tomatendose und die Kokosmilch dazugeben.

Das Curry noch einmal aufkochen lassen – fertig!




Tipp: Schlangenbrot passt wunderbar dazu - zur Luxus- wie zur Rucksackvariante.

Schlangenbrot passt gut zum Feuercurry Rezept.

Unser Rezept für 10 Schlangenbrote:


1 Hefewürfel

325ml Wasser

600g Mehl

2EL Oel

Salz und eine Prise Zucker

mischen und zu einem Teig kneten.






Ob irgendwo draussen unterwegs, zuhause im Garten oder ganz einfach in der Küche: Auf dass es euch ebenso gut schmecke wie meinen Jungs und mir. Guten Appetit!





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