• Rahel

Ohne Superkräfte unterwegs

Aktualisiert: März 15

Der One Pot als einfaches Feuer-Menü



Nach wie vor ist der Wald ein Ort, in dem ich mich total gerne aufhalte. Auch privat mit unseren zwei eigenen Jungs. Und da kommen wir zum Thema: Ich weiss nicht wie es den anderen Eltern unter euch geht, aber ich suche meine Superkräfte nach wie vor vergeblich. Für mich ist es schlicht zu ambitioniert, mit zwei kleinen Kindern im Wald zu sein und zu meinen, ich könne nebenher noch ein tolles Menü auf dem Feuer zaubern. Halt: kompliziertes Menü nicht. Aber toll durchaus. Ich habe mich nämlich auf die Suche gemacht nach einfachen, gelingsicheren Rezepten, die ich entspannt und quasi nebenbei auf dem Feuer kochen kann. Ohne dass entweder die Kinder das Nachsehen haben oder aber das Essen schwarz gebrannt ist. Und es gibt sie tatsächlich, solche einfachen Rezepte. Meine Favoriten möchte ich auf diesem Blog in loser Folge mit euch teilen, euch damit anstecken und ermutigen, ebenfalls auszuprobieren. Denn ich finde: Nichts schmeckt besser, als wenn es vom Feuer kommt.



Zu meiner Geschichte der Feuer-Menüs gehört Melli dazu. Eine wunderbare Freundin mit Zwillingen. So manchen Tag haben wir gemeinsam im Wald verbracht. Und etwas vom Wichtigsten, das wir dabei gelernt haben: Keine starren Pläne zu machen, sondern Freiraum zuzulassen. Einfach mal schauen was passiert. So kann es durchaus vorkommen, dass der Weg zur Feuerstelle die eigentliche Hauptaktivität ist, weil wir unterwegs so viel Spannendes entdecken. Na und? Melli ist da mein grosses Vorbild. Ich kenne keine andere Person, die so tiefenentspannt alles einfach so nimmt wie es kommt. Und auf wundersame Weise überträgt sich ihre gelassene Haltung jeweils auch auf mich. Ich arbeite schon lange daran, und es gelingt mir mittlerweile etwas besser. Aber oft drückt meine Ursprungs-Natur noch durch: Statt locker flockig entspannt ist mein Naturell doch eher getaktet verplant. Ich hoffe echt, ich werde das mal noch ganz los.



Zurück zu Melli: Da sind wir also im Wald, meine zwei Jungs, ihre Zwillinge – und das einzige, was sich nicht verträgt mit dem Credo «Mal schauen, was passiert», ist Hunger. Da verstehen unsere Kleinen keinen Spass. Wir haben also relativ schnell gelernt, beim Essen keine Abstriche zu machen. Essen hat Priorität.


Und so begann unser «Auf-dem-Feuer-kochen-Experiment». Rasch wurde klar: Es müssen einfache Rezepte her. Also wirklich einfache Rezepte. Denn es sind noch längt nicht alle Rezepte einfach, die als solche betitelt werden. Wir brauchten nämlich solche, die möglichst auch dann noch gelingen, wenn wir gleichzeitig nebenher eine volle Windel wechseln müssen, ein Kind als Igel unter dem Laubhaufen verstecken und das andere Kind beim Versteckspiel suchen müssen.


Ja und so kam Melli eines Tages daher mit dem Vorschlag One Pot. Machte ich mich erst noch lustig über den Begriff («Hat man das früher nicht einfach Eintopf genannt?»), habe ich schnell festgestellt: Das funktioniert! Wunderbar – und Pasta ist eh der Favorit bei unseren Kleinen.



So. Und deshalb, für den Fall, dass du dich vielleicht wiedererkennst und wie wir ohne Superkräfte unterwegs bist: Der One Pot funktioniert so: Alles kommt gleichzeitig in einen Topf, Deckel drauf, übers Feuer, regelmässig umrühren, fertig. Das Besondere: Du hast nur einen Topf – zum Tragen und zum Abwaschen. Alle Zutaten werden zusammen aufgekocht. Durch die kleinere Flüssigkeitsmenge entsteht neben dem Kochen der Pasta eine cremige Sauce.




Menge für 1 Erwachsenen-Portion oder zwei bis drei Kinder-Portionen:


100g Pasta

½ - 1 Zucchetti, Rüebli oder sonst ein Gemüse klein gewürfelt

ein Würfel / 2TL Bouillon

1 kleine Dose gehackte Tomaten (240g)

Die gleiche Dose gefüllt mit Wasser (400ml)




Das hier ist die Mit-Kind-und-möglichst-einfach-Variante. Das Rezept ist natürlich beliebig abwandelbar. Nur die Flüssigkeitsmenge solltest du im Auge behalten, um am Schluss nicht entweder einen angebrannten Topfboden oder aber eine Suppe zu haben. Anstelle der Tomatendose kannst du beispielsweise Cherrytomaten halbieren. Oder dich statt eines Bouillonwürfels der Gewürzevielfalt bedienen. Oder du schaust dich im Web um, was es an One Pot-Rezepten gibt. Da findest du von exotischen Varianten bis zu Älplermaggronen (fast) alles.


Guten Appetit – und lass mich gerne teilhaben an deinen Erfahrungen und ausprobierten Menüs.





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